125 Jahre Musikkapelle Maxglan (1879 – 2004)

Eine besondere Chronik von 1980 bis 2000

Auch wenn Maxglan schon längst kein Dorf mehr ist und keine eigene Gemeinde, gibt es doch ziemlich enge Beziehungen zwischen der Entwicklung in diesem Stadtteil und der Musikkapelle. Bei vielen wichtigen Ereignissen, die öffentlichen oder kirchlichen Charakter haben, Firmen betreffen oder einfach Privatpersonen, wird die musikalische Umrahmung mit Blasmusik geschätzt. Die folgende Aufstellung dokumentiert diese Präsenz der Musikkapelle bei wichtigen Ereignissen. Natürlich kann es sich dabei nur um eine kleine Auswahl handeln – in 25 Jahren kommt naturgemäß sehr viel zusammen, sodass bei weitem nicht alles aufgezählt werden kann.

15. Juni 1980:

Gegenüber der Pfarrkirche Maxglan wird das Pfarrzentrum St. Benedikt eingeweiht und eröffnet. Es ist an der Stelle des früheren Loiplgutes errichtet worden und steht der Jugend, den Senioren, dem Maxglaner Singkreis, den pfarrlichen Gremien und Arbeitsgruppen zur Verfügung. Im Emmaussaal findet Jahre später auch einige Male der Ball der Musikkapelle mit großem Erfolg statt.

9. Mai 1981:

Beim Frühlingskonzert im Pfarrsaal Taxham ist der nun in Amerika (Salt Lake City) lebende 88-jährige Ehrenkapellmeister der Trachtenmusikkapelle Maxglan, Hans Schmid, Komponist des Rainer-Marsches und vieler anderer qualität voller Musikwerke, als Ehrengast anwesend und erhält aus den Händen von Landeshauptmann Dr. Wilfried Haslauer das Silberne Ehrenzeichen des Landes Salzburg.

4. März 1984:

Nach jahrzehntelanger Unterbrechung gibt es in Maxglan wieder einen Faschingszug, der auf ein gewaltiges Zuschauerinteresse stößt. Die Tradition der Faschingszüge in Maxglan geht mindestens auf das Jahr 1886 zurück, in der Stadt Salzburg gab es bereits im 18. Jahrhundert derartige Umzüge. Spätestens zu Beginn des 19. Jahrhunderts spielten dabei die Maxglaner Hexen eine wichtige Rolle.

3. Juli 1985:

Nach seiner Wahl zum Abt des Klosters Michaelbeuern wird P. Nicolaus Wagner als Pfarrer von Maxglan verabschiedet und sein Nachfolger P. Virgil Prasser willkommen geheißen. Maxglan, 1906 zur Pfarre erhoben, vorher Filiale der Pfarre Mülln, gehört zu den vom Benediktinerstift Michaelbeuern betreuten Pfarren.

Mai 1992:

Die weit über die Grenzen Salzburgs hinaus bekannte Stieglbrauerei begeht ihr 500-jähriges Bestehen mit einer imposanten Reihe von Festlichkeiten. Der Andrang der Besucher im gigantischen Festzelt und bei den anderen Attraktivitäten ist beinahe nicht mehr zu bewältigen. Ein Volksfest, wie es Maxglan vielleicht noch nie und bisher nie wieder erlebt hat!

20. November 1993:

An diesem kühlen Novembertag wird die „Obuskehre“ (Siezenheimer Platz) in Anwesenheit politischer Prominenz in Hans-Schmid-Platz umbenannt. Über diesen bekannten Kapellmeister und Komponisten erscheint im selben Jahr anlässlich des 100. Geburtstages von Hans Schmid eine Dokumentation in Buchform, an der auch der Ehrenobmann der Musikkapelle, Hans Müller, mitgearbeitet hat.

3. Juli 1994:

Nach zehnjähriger Amtszeit wird der überaus beliebte Pfarrer von Maxglan, P. Virgil Prasser, in das Kloster heimberufen, um dort wichtige Aufgaben zu übernehmen. Sein Nachfolger in Maxglan wird P. Franz Lauterbacher, der bereits früher hier Kooperator gewesen war und dessen Amtseinführung am 9. Oktober 1994 erfolgt.

4. Mai 1997:

Mit einem festlichen Maibaumaufstellen wird in der Stieglbrauerei ein Ereignis in Szene gesetzt, das sich in Kürze zu einer äußerst beliebten Traditionsveranstaltung, die Besucher weit über die Grenzen Maxglans hinaus anzieht, entwickelt. Das Zuschauerinteresse wächst von Jahr zu Jahr; nicht einmal schlechteres Wetter, wie es zweimal eintritt, kann der Begeisterung wirklich schaden.

23. September 2000:

Ein wichtiger Teil der Maxglaner Wirtschaft, der in einem Verein zusammengeschlossen ist, propagiert (wie die Wirtschaft in anderen Stadtteilen auch) einen „autofreien Samstag“. Dazu wird die Maxglaner Hauptstraße im Abschnitt mit den meisten Betrieben für den motorisierten Individualverkehr gesperrt, die Wirtschaftstreibenden präsentieren ihre Produkte, Biertische und Musik laden zum Verweilen ein, politische Prominenz ist präsent. Die Veranstaltung wird zum Erfolg und auch die nächsten Jahre wiederholt.